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Kunden- und Produktstimme

Was die Stimme ist

Die Stimme ist der Klang eines Textes. Sie entscheidet, ob sich etwas nach einem seriösen Fachtitel anhört oder nach einem kumpelhaften Ratgeber, ob nüchtern oder mit Druck, ob per Sie oder per Du. Zwei Texte können dasselbe sagen und trotzdem völlig anders klingen. Genau diesen Unterschied hältst du in der Stimme fest.

Der Zweck ist einfach: Damit die KI im Ton deines Kunden oder deines Produkts schreibt, nicht in ihrem eigenen glatten Standard-Ton. Wenn du die Stimme einmal sauber hinterlegst, trifft die KI den Sound eines Technik-Titels anders als den eines Steuer-Titels. Ohne dass du das in jedem Chat neu erklären musst.

Kundenstimme oder Produktstimme: wo die Stimme lebt

Die Stimme wohnt im Profil. Und Profile gibt es auf zwei Ebenen. Danach richtet sich, wie die Stimme heißt und wie weit sie reicht.

  • Kundenstimme. Sitzt am Kunden-Profil. Das ist der Grundton für alles, was du für diesen Kunden schreibst, über alle seine Produkte hinweg. Der übergeordnete Klang der Marke.
  • Produktstimme. Sitzt an einem einzelnen Produkt unter dem Kunden. Für den Fall, dass ein bestimmtes Produkt anders klingen soll als der Rest.

Der wichtige Punkt: Die Produktstimme übersteuert die Kundenstimme. Hat ein Produkt eine eigene Stimme, gilt für dieses Produkt der Produkt-Ton. Hat es keine, greift die KI automatisch auf die Kundenstimme zurück. So legst du einmal den Marken-Grundton fest und weichst nur da ab, wo ein einzelnes Produkt aus der Reihe tanzt.

Beispiel: Der Kunde klingt allgemein sachlich und bodenständig (Kundenstimme). Ein Produkt richtet sich aber an Einsteiger und soll lockerer, wärmer klingen. Dann gibst du genau diesem Produkt eine eigene Produktstimme, und die zieht.

So erzeugst du die Stimme

Die Stimme entsteht nicht, indem du sie beschreibst, sondern indem du sie zeigst. Du gibst der KI ein paar echte Beispieltexte, und sie hört heraus, wie das klingt.

Die Profil-Bearbeitung mit dem Knopf „Stimme analysieren“ oben rechts

So geht es Schritt für Schritt:

  1. Profil öffnen. Geh links auf Projekte und öffne den Kunden- oder Produkt-Knoten, den du vertonen willst.
  2. Beispieltexte einfügen. Weiter unten im Formular findest du das „Stimme“-Feld. Kopier da ein paar typische Texte rein, die den Ton gut treffen. Alte Mailings, ein Newsletter, eine Landingpage. Je echter und je mehr, desto besser hört die KI den Klang heraus.
  3. Speichern. Erst sichern, dann analysieren.
  4. „Stimme analysieren“ klicken. Der Knopf sitzt oben rechts (siehe Bild). Die KI liest deine Beispiele und schreibt daraus ein Stil-Profil: wie die Sätze gebaut sind, welche Ansprache, welches Tempo, welche typischen Wörter, was auffällt. Das ist die eigentliche Stimme, mit der später geschrieben wird.
  5. Von Hand nachschärfen. Das Ergebnis ist kein heiliger Text. Lies drüber und ändere, was du genauer willst. Ist dir ein Punkt zu schwammig, schreib ihn konkreter. Fehlt eine Eigenheit, ergänz sie. Nimmt die KI etwas zu wichtig, streich es. Du hast das letzte Wort.

Der Analyse-Knopf nimmt dir die Fleißarbeit ab. Die Feinheit machst du. Genau die richtige Arbeitsteilung.

Stimme und Copywriting-Stil: nicht dasselbe

Hier lohnt sich Genauigkeit, weil zwei Dinge leicht durcheinandergehen. Beide betreffen das „Wie“ eines Textes, aber sie sind zwei verschiedene Ebenen.

Die Stimme ist der Klang eines konkreten Kunden oder Produkts. Sie sagt: So spricht diese Marke. Sie kommt aus deinen Beispieltexten und lebt im Profil.

Der Copywriting-Stil ist etwas Übergeordnetes. Das ist eine Schreib-Schule, eine Methodik, eine Handschrift der Textkunst. Nicht „so klingt Kunde X“, sondern „so baut man einen Verkaufstext auf, so führt man den Leser“. Copywriting-Stile leben in der Stilbibliothek (links unter „Stile“) und werden Kunden oder Produkten zugeordnet; im Chat wählst du sie über den Button „Stil“ über dem Eingabefeld.

So spielen beide zusammen: Der Copywriting-Stil gibt die Machart vor, wie der Text gebaut und geführt wird. Die Stimme legt den Klang darüber, damit es nach deinem konkreten Kunden klingt. Ein Text kann also nach der Schreib-Schule „nüchtern-beweisend“ gebaut sein und trotzdem im warmen Du-Ton deines Einsteiger-Produkts sprechen. Machart und Klang beißen sich nicht, sie ergänzen sich.

Und die Rangfolge, falls doch mal etwas kollidiert: Deine ausdrückliche Anweisung im Chat hat immer Vorrang. Vor der Stimme, vor dem Copywriting-Stil, vor allem. Wenn du im Chat sagst „mach das hier eine Spur formeller“, dann macht die KI das, auch wenn im Profil ein lockerer Ton steht. Profil und Stil sind die Voreinstellung. Dein Wort im Chat sticht.

Die Stimme direkt im Chat steuern

Du musst nicht für jede Kleinigkeit ins Profil. Am Ton kannst du auch mitten im Schreiben drehen, einfach indem du es der KI sagst. In normalen Sätzen, wie einem Kollegen.

Ein paar Beispiele, wie das klingt:

  • „Sprich den Leser durchgehend mit Du an.“
  • „Kürzere Sätze, mehr Punch. Weniger Nebensätze.“
  • „Das ist mir zu werblich. Nimm den Druck raus, mehr sachlich.“
  • „Mehr Wärme, weniger Behörde.“
  • „Bau einen trockenen Unterton ein, so wie in meinem letzten Mailing.“

Das ist der schnellste Weg für einen einzelnen Text oder eine einzelne Stelle. Merkst du aber, dass du dieselbe Ansage immer wieder gibst, dann gehört sie nicht in den Chat, sondern fest in die Stimme im Profil. Faustregel: Einmalig im Chat sagen, dauerhaft ins Profil schreiben.

Nebenan

Die Stimme ist ein Teil des Profils, nicht das ganze Profil. Wie du Kunden- und Produkt-Profile anlegst, verschachtelst und mit weiteren Angaben (Zielgruppe, Tabu-Themen, Pflichtinhalte) füllst, steht in der Anleitung „Kunden und Produkte“. Und wenn du der KI ganze Arbeitsweisen für bestimmte Textarten mitgeben willst, also mehr als nur den Klang, schau in die Anleitung „Skills“.