Texten im Chat-Editor
Der geteilte Arbeitsplatz
Im Chat arbeitest du an zwei Stellen gleichzeitig. Links läuft die Unterhaltung mit der KI. Rechts steht dein Text als lebendes Dokument, überschrieben mit "Werbetext". Du weist links an, der Text rechts verändert sich.
Du musst nichts kopieren, nichts hin- und herschieben. Was rechts steht, ist immer der aktuelle Stand. Die App speichert ihn automatisch im Hintergrund, kurz nach jeder Änderung. Oben am Editor siehst du, woran du bist: "Gespeichert", "Speichert…" oder "Ungespeicherte Änderungen". Du musst dich um nichts kümmern, dein Text geht nicht verloren.
Und das gilt nicht nur für Mailings und Landingpages. Genauso schreibst du hier eine Google- oder Facebook-Anzeige, einen Newsletter, einen Blog-Beitrag, einen Fachtext für eine Website oder einen Text, der bei Google und in KI-Antworten gut gefunden wird (GEO/AI-optimiert). Es geht um Text, nicht um einen einzelnen Texttyp.
Schreib einfach los
Wenn du einen leeren Chat öffnest, fragt dich die App: "Was soll entstehen? Wähle einen Einstieg oder schreib einfach los." Du hast zwei Wege.
- Schnell-Buttons. Über dem Eingabefeld liegen ein paar Kacheln als Einstieg. Ein Klick legt einen passenden Anfangstext ins Eingabefeld, den du dann anpasst. Welche Buttons dort stehen, bestimmst du selbst unter Einstellungen, "Chat-Buttons".
- Frei tippen. Schreib einfach hin, was du brauchst. "Schreib mir eine Landingpage für das Steuer-Abo, Zielgruppe Selbstständige." Oder "Ich brauche drei Headlines für eine Facebook-Anzeige." Die KI legt los, und der erste Entwurf erscheint rechts im Editor.
Statt zu tippen kannst du auch diktieren. Der Mikrofon-Knopf unten nimmt deine Stimme auf und schreibt sie ins Eingabefeld (das klappt je nach Browser und Mikrofon-Freigabe). Return schickt die Nachricht ab, Shift+Return macht einen Zeilenumbruch, falls du mehrere Absätze tippen willst.
Gezielt ändern statt alles neu würfeln
Das ist der wichtigste Punkt und der, der den meisten Ärger spart. Du musst einen langen Text nie komplett neu erzeugen, nur weil eine Stelle nicht sitzt. Sag einfach, was du geändert haben willst.
- "Mach den Lead kürzer und konkreter."
- "Tausch die Headline gegen drei Varianten zur Auswahl."
- "Bau nach dem zweiten Absatz ein Kundenbeispiel ein."
- "Der dritte Bulletpoint ist schwach, schreib ihn um."
- "Häng am Ende einen stärkeren Call-to-Action an."
Die KI greift dann nur an dieser einen Stelle ein und lässt den ganzen Rest in Ruhe. Saubere Passagen bleiben sauber. Das ist schneller, kostet weniger Credits, und du riskierst nicht, dass ein guter Absatz beim Neuschreiben kaputtgeht. Nur wenn du ausdrücklich einen kompletten Neustart willst ("Schreib den ganzen Text neu, anderer Winkel"), wirft die KI alles um.
Eine Stelle markieren: "Nur markiert"
Manchmal willst du ganz genau eine Passage treffen und sonst nichts. Dafür gibt es einen einfachen Trick.
Markiere im rechten Editor mit der Maus den Text, um den es geht. Genau wie in Word, einfach drüberziehen. Über dem Eingabefeld erscheint dann ein kleiner Hinweis-Chip mit der Aufschrift "✎ Nur markiert" und dem Anfang deiner Markierung. Solange dieser Chip da ist, wirkt deine nächste Anweisung ausschließlich auf die markierte Stelle.
Du kannst dann ganz knapp formulieren, ohne lange zu erklären, welcher Absatz gemeint ist:
- Markiere einen Satz, schreib "kürzer".
- Markiere eine Headline, schreib "drei schärfere Varianten".
- Markiere einen ganzen Absatz, schreib "mach das emotionaler".
Die KI weiß durch die Markierung genau, wo sie ansetzen soll, und fasst den übrigen Text nicht an. Nach dem Absenden ist die Markierung verbraucht und der Chip verschwindet. Du willst den Chip vorher loswerden? Klick das kleine X am Chip, dann gilt deine nächste Anweisung wieder für den ganzen Text. Tipp: Du kannst ruhig erst markieren und dann ins Eingabefeld wechseln und tippen. Die Markierung bleibt erhalten, bis du absendest.
Was deinen Text treffsicherer macht
Über dem Eingabefeld stehen drei Auswahl-Felder und ein Anhang-Knopf. Sie entscheiden, wie gut die KI deine Aufgabe trifft. Je mehr davon du füllst, desto weniger generisch wird der Text. Hier ist, was jedes davon bewirkt.
Briefing (Recherche)
Wenn du vorher ein Briefing mit Recherche angelegt hast (Produktrecherche, Empathy Map, die 15 tiefenpsychologischen Fragen, Stil-Empfehlung, Big Idea), dann wähl es hier aus. Ab dann kennt die KI deine Zielgruppe, ihre Schmerzpunkte, ihre Sprache und die Leitidee. Der Unterschied im Text ist deutlich: Statt allgemeiner Werbefloskeln bekommst du Formulierungen, die auf genau diese Leser zielen.
Das Briefing-Feld hat noch eine zweite Funktion. Wenn die KI im Chat eine Recherche erarbeitet (zum Beispiel eine Empathy Map oder eine Big Idea), kann sie das fertige Ergebnis direkt in das verknüpfte Briefing schreiben. Ist die Stelle im Briefing schon gefüllt, fragt sie vorher nach: nur in diesem Chat behalten, das Briefing überschreiben oder ein neues Briefing anlegen. Ohne deine klare Antwort wird nichts überschrieben. Über "Neues Briefing…" im Auswahl-Feld legst du direkt aus dem Chat heraus ein frisches an.
Stimme (Markenstimme)
Im Feld "Stimme" wählst du eine Markenstimme, die du vorher angelegt hast. Damit schreibt die KI im Tonfall einer bestimmten Marke oder eines Kunden: Satzbau, Ansprache (Du oder Sie), typische Wörter, das ganze Klangbild. Ein Text für einen seriösen Fachverlag klingt anders als eine freche Performance-Anzeige. Die Stimme sorgt dafür, dass der Text von Anfang an nach dem richtigen Absender klingt, statt nach neutraler KI. Brauchst du das gerade nicht, lass "Keine Stimme" stehen.
Dokumente anhängen
Über den Knopf mit der Büroklammer hängst du Dokumente an den Chat. Wichtig: Ein Anhang gilt für den ganzen Chat, nicht nur für die nächste Nachricht. Er bleibt dauerhaft im Hintergrund, bis du ihn wieder entfernst. Unter dem Eingabefeld siehst du die angehängten Dokumente als kleine Chips mit Büroklammer, jeder mit einem X zum Entfernen.
Das kannst du anhängen:
- Ein Briefing vom Kunden, an dessen Vorgaben sich die KI halten soll.
- Recherche-Material, Studien, Produktinfos als Wissensgrundlage.
- Einen Swipe, also ein gutes Fremdbeispiel, dessen Aufbau und Hooks die KI analysieren und aufs Prinzip übertragen soll (nicht den Wortlaut kopieren).
- Eine Prämie, die im Werbetext als Zugabe beworben werden soll.
Du kannst Dateien auch einfach per Drag-and-drop auf den Chat ziehen. Sie werden hochgeladen und gleich angehängt. Die App erkennt am hinterlegten Dokument-Typ, wofür es gedacht ist, und behandelt es entsprechend.
Vorlagen
Über die Vorlagen-Auswahl gibst du der KI ein oder mehrere Vorlage-Dokumente als Orientierung für Stil, Layout und Aufbau. Anders als Recherche steuert die KI nicht den Inhalt, sondern die Form: Tonalität, Struktur, Argumentations-Logik. Den eigentlichen Text entwickelt sie selbst. Gut, wenn ein neuer Text "wie die bewährten" aussehen soll.
Wie alles zusammenspielt: Briefing, Stimme, Anhänge und Vorlagen gibt die App bei jeder Anfrage zusammen an die KI mit. Sie hat sie alle gleichzeitig vor Augen, wenn sie schreibt. Deine ausdrückliche Anweisung im Chat hat dabei immer Vorrang. Das Briefing und die angehängten Dokumente sind die Arbeitsgrundlage, deine Anweisung ist die Marschrichtung.
"Merk dir das": Dauerhaftes ins Gedächtnis
Manche Dinge willst du nicht in jedem Chat neu erklären. Dafür gibt es ein Gedächtnis, das über einzelne Chats hinweg bestehen bleibt.
Sag im Chat einfach "merk dir das" (oder "speicher das im Gedächtnis", "das soll ins Gedächtnis"). Dann legt die KI den genannten Fakt dauerhaft ab und kann ihn in späteren Chats wieder nutzen. Gut geeignet sind echte, wiederkehrende Sachen:
- Schreibregeln und Vorlieben ("Ich will keine Gedankenstriche", "Immer mit Sie ansprechen").
- Harte Regeln eines Kunden ("Bei diesem Verlag nie Superlative").
- Bewährte Muster, die bei dir funktionieren.
Was nicht ins Gedächtnis gehört, ist die kreative Richtung einer einzelnen Werbung. Der Winkel, die Big Idea oder der Ton genau dieses einen Stücks sind keine Dauer-Fakten. Die KI ist da von sich aus zurückhaltend und merkt nur Wesentliches. Aber wenn du ausdrücklich "merk dir das" sagst, speichert sie es, auch wenn sie es von allein nicht getan hätte. Das Gedächtnis ist außerdem nachrangig: Briefing und deine Anweisung haben immer Vorrang.
Den Text von Hand feilen
Du musst nicht für jede Kleinigkeit die KI bemühen. Der rechte Editor ist ein vollwertiger Text-Editor. Über die Leiste oben formatierst du selbst:
- Fett und kursiv.
- Überschriften (H1, H2, H3) und normale Absätze.
- Aufzählungen, nummerierte Listen, Zitate.
- Links einfügen und bearbeiten.
- Tabellen und Trennlinien.
- Rückgängig und Wiederholen für deine Hand-Änderungen.
- Plus und Minus oben rechts zoomen die Ansicht (nur die Anzeige, der gespeicherte Text ändert sich dadurch nicht).
Während die KI gerade schreibt, ist der Editor kurz gesperrt, damit deine Hand-Änderungen nicht mit der eintreffenden Antwort kollidieren. Sobald sie fertig ist, kannst du sofort weiterarbeiten. Und wenn du von Hand etwas änderst, sieht die KI bei deiner nächsten Anweisung deinen aktuellen Stand. Hand-Arbeit und KI-Arbeit greifen also sauber ineinander.
Bildstellen im Text
Wenn dein Text ein Bild braucht (ein Hero-Visual, ein Produktfoto, ein Prämien-Cover, ein Schaubild), setzt die KI an die passende Stelle einen Bild-Platzhalter. Sie erzeugt das Bild nicht von allein, das würde Credits kosten ohne dein Zutun. Du entscheidest danach pro Stelle, ob du das Bild wirklich erzeugen lässt. Mehr dazu in der Anleitung zu Werbemitteln und Bildern.
Wenn der Text steht: Werbemittel gestalten
Hast du deinen Text fertig, klickst du auf Werbemittel gestalten. Daraus baut die App ein fertig gestaltetes Werbemittel mit Überschriften, Abschnitten und Buttons. Den Typ wählst du im Dialog: Landingpage, E-Mail / Mailing, Google Ads, Facebook-Anzeige oder Andere Anzeige. Den Look steuerst du über ein Layout oder eine Referenz-Seite, oder du lässt die KI nach bewährten Mustern gestalten. Exportieren kannst du als HTML, Word oder PDF.
Wie das genau läuft, steht in der nächsten Anleitung.